Parteiausschluss von Sarrazin muss endlich erfolgen
// 1. September 2010 // Pressemitteilung
Die Jusos Wuppertal fordern die Genossinnen und Genossen in Berlin auf, ein erneutes Parteiausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin anzustrengen. Dieser hatte mit Äußerungen in seinem jüngst erschienenen Buch für neue Aufregung gesorgt.
Zu einem erneuten Parteiausschlussverfahren gegen den ehemaligen Berliner Finanzsenator Sarrazin erklärt Daniel Kolle, Vorsitzender der Jusos Wuppertal: „Die Äußerungen von Thilo Sarrazin waren, sind und bleiben rassistisch. Sie haben nichts mit sozialdemokratischer Politik gemein und deshalb ist Herr Sarrazin aus der SPD auszuschließen. Das Prob-lem, das Herr Sarrazin beschreibt ist doch kein unbekanntes. Ich kann aber auf diese Polemik und diesen Rassismus in der Darstellung gut verzichten. Unzureichende Integration benachteiligter Menschen ist kein ethnisches oder kulturelles, sondern ein gesamtgesell-schaftliches Problem. Dem müssen wir die Herstellung von Chancengleichheit entgegensetzen und keine feindselige, rassistische und faschistische Scheindebatte. Mehr Bildung statt weniger Muslime, muss umgekehrt das Motto lauten! Wer jedoch Sarrazins polemischen Aussagen folgt, ihn gar noch in Schutz nimmt, verkennt offensichtlich, dass jedem Negativbeispiel, das Herrn Sarrazin anführt, zehntausend positive Gegenbeispiele gegenüberstehen. Herr Sarrazin war von vorne heran nicht an konstruktiven Lösungen interessiert, denn dafür bedarf es einer Analyse der historischen und strukturellen Hintergründe. Das würde aber Arbeit verursachen und könnte das beschränke Weltbild der Herren Sarrazin und Stranzenbach ins Wanken bringen. Auf die Ebene von Herrn Sarrazin, sollte sich daher niemand der klaren Verstandes ist begeben, selbst die Junge Union nicht.“
