Partizipation von Jugendlichen in Wuppertal sichern
// 23. November 2010 // Aktuelles
Beim Parteitag der SPD Wuppertal am 23. November wurde auf Initiative der Jusos ein Antrag zur aktuellen Situation der Bezirksjugendräte beschlossen. Der Antrag ist hier dokumentiert:
Initiativantrag der Jusos zum Parteitag des SPD UB Wuppertal am 23. November 2010
Partizipation von Jugendlichen in Wuppertal sichern
In der vergangen Woche wurden in Wuppertal Bezirksjugendräte gewählt. Bereits 1997 hat der Rat der Stadt Wuppertal die Einrichtung von Bezirksjugendräten als wichtiges Partizipationsmodell von Jugendlichen beschlossen und somit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einen großen Stellenwert eingeräumt.
Neben vielen gesamtstädtischen Projekten haben Bezirksjugendräte in den letzten Jahren viele kleine, sinnvolle und wichtige Vorhaben bewegt, die das Leben in unseren Stadtteilen ständig verbessern. Unser Staat mit seiner Demokratie lebt von dem Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Parizipationsmodelle können in der politischen Bildung im Rahmen von Jugendarbeit ein wichtiger Bestandteil sein. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten messen dem Engagement der Bezirksjugendräte einen hohen Wert bei.
Erstmals geht jedoch aus dieser Wahl ein gesamtstädtischer Jugendrat hervor, da sich nicht genügend Jugendliche um einen Sitz im BJR beworben haben.
Die sinkende Bereitschaft sich politisch im BJR zu engagieren und die sinkende Wahlbeteiligung sind für uns Grund zur Sorge.
Mit der Wahl des gesamtstädtischen Jugendrates verbinden wir ausdrücklich die Möglichkeit, verloren gegangenes Vertrauen der Jugendlichen in ihre politische Interessensvertetung zurückzugewinnen. Gemeinsam mit der vom Jugendhilfeausschuss verabschiedeten Evaluierung des Modells, die im Sommer des nächsten Jahres ansteht, ist die Verwaltung gefordert, Vorschläge für die zukünftige Beteiligung von Jugendlichen zu machen und diese zu seinem Gesamtkonzept, bei dem auch das Wuppertaler Schüler Parlament berücksichtigt wird, zusammenzuführen und zur Diskussion zu stellen
Wuppertaler Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben sich durch Beschlüsse, Initiativen und eigenes Handeln immer für das Ehrenamt eingesetzt. Daher ist die aktuelle Entwicklung bei der Wahl zum BJR auch Anlass, uns mit den Rahmenbedingungen von jugendlichem Engagement auseinanderzusetzen:
- Welche Gründe und Hemmschwellen gibt es für die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung und Anzahl der KandidatInnen?
- Sind die aktuellen Strukturen von jugendlichem Engagment in Wuppertal angemessen und zeitgemäß, um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich mit Spaß und Erfolg für ihre Stadt einzubringen?
Die Wuppertaler SPD wird sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, jugendliches Engagement zu stärken und zu ermöglichen. Dazu werden wir selber Vorschläge entwickeln und entsprechende Initiativen unterstützen und begleiten.
Es wurden ebenfalls unter anderem ein Leitantrag mit Positionen zur Kulturpolitik und zur Bäderdiskussion sowie zwei weitere Anträge der Jusos (Einführung einer Erledigungsbroschüre sowie zur Einwerbung von Fördergelden) beschlossen. Die Anträge werden hier noch veröffentlicht.
