Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Klimaschutz gehören zusammen!

OB Schneidewind irritiert mit Aussage auf Podiumsdiskussion, Hartz-IV-Empfänger seien das beste, das dem Klimaschutz passieren könne.

vom 06.10.2021
Unter dem Motto, wer kein Geld hat, kann auch kein CO2 verbrauchen, ist die etwas flapsige Antwort von Uwe Schneidewind auf der Podiumsdiskussion wohl zu verstehen. Diese Aussage ist sehr kurzsichtig und löst keine Probleme in Bezug auf Nachhaltigkeit.
Vermögenende Bürger*innen tragen selbstverständlich überproportional zum CO2-Verbrauch einer Stadt bei, jedoch ist dies ein Querschnittsthema wie der gesellschaftliche Zusammenhalt. Zusammenhalt in der Gesellschaft entsteht durch Diversität und Kontakt verschiedener gesellschaftlicher Gruppen. Eine Stadt nur aus Sozialhilfeempfänger*innen ist daher in jeder Hinsicht schädlich.
Von der Notwendigkeit des Klimaschutzes müssen wir versuchen alle Bürger*innen überzeugen (Leugner*innen des Klimawandels ausgeschlossen), hier müssen Politik, Wirtschaft und die Gesellschaft an einem Strang ziehen. Dazu gehört für uns als Sozialdemokraten auch, dass sich alle am Klimaschutz beteiligen sollen und sich diesen finanziell leisten können. Egal ob klimafreundliche Lebensmittel, kostengünstiger ÖPNV oder CO2-neutrales Wohnen, an dieser Transformation müssen alle teilhaben können.
Als Oberbürgermeister ist es die Aufgabe von Uwe Schneidewind dies in der gesamten Stadtgesellschaft voranzubringen und nicht einige aus diesem Prozess von Anfang an auszuklammern. Es braucht jetzt konkrete Vorschläge wie wir den Zusammenhalt in unserer Stadt gewährleisten und gleichzeitig Klimaneutral werden. Die soziale Frage lässt sich in unzähligen Beispielen mit den Fragen der Nachhaltigkeit verbinden. Hierzu erwarten wir konkrete Vorschläge von unserem Oberbürgermeister.